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Feind in der Vorratskammer

Reismehlkäfer und ihre Larven fressen und verunreinigen Lebensmittel wie Mehl, Nudeln, Reis und Nüsse. Die IHK-geprüften Fachleute der Blatta GmbH erklären hier, wie Sie einen Befall von vornherein vermeiden und wie Ihnen die Fifo-Strategie dabei hilft

Amerikanische Reismehlkäfer (Tribolium castaneum)

Amerikanische Reismehlkäfer (Tribolium castaneum)

Woher stammen die Reismehlkäfer?

Sie waren ursprünglich vor allem in Indien und Südostasien beheimatet, einige Arten auch in Afrika. Durch den internationalen Handel konnten sich Reismehlkäfer in der ganzen Welt verbreiten. Sie zählen zur Familie der Schwarzkäfer, die mit ca. 20.000 Arten eine der größten Käferfamilien ist. In Mitteleuropa leben etwa 70 verschiedene Arten. Bei uns recht verbreitet: der Amerikanische Reismehlkäfer (Tribolium confusum), der Schwarze Reismehlkäfer (Tribolium madens) und der Rotbraune Reismehlkäfer (Tribolium castaneum). Da die Käfer kälteempfindlich sind und in der freien Natur nicht überwintern können, trifft man sie in unseren Breitengraden fast ausschließlich in Gebäuden an. Sie können fliegen und breiten sich daher leicht aus.

Wie sehen Reismehlkäfer aus?

Die hiesigen Arten sind leicht zu verwechseln: Die 2 bis 6 Millimeter langen Reismehlkäfer sind kompakt-oval geformt und haben schwarz bis rotbraune Flügeldecken, die zum Teil glänzen oder gefurcht sind. Die weiß-gelblichen Larven werden bis zur Verpuppung bis zu zehn Millimeter lang. Bei einigen Arten haben die Larven eine dunkle Kopfkapsel.

Wie vermehren sich Reismehlkäfer?

Die Weibchen legen in ihrer Lebenszeit von maximal drei Jahren um die 1000 Eier vor allem in oder auf trockene Vorräte wie Mehl, Nudeln, Reis, Nüsse oder Trockenfrüchte ab; aus den Eiern schlüpfen nach drei bis 14 Tagen die Larven, die sich mehrfach verpuppen und durch die Vorräte fressen und dabei oft feine Fraßspuren hinterlassen. Die Käfer mögen es warm und feucht. Unter optimalen Bedingungen (Luftfeuchtigkeit um 75 Prozent, Temperatur etwa 30 bis 35° C) entwickeln sie sich vom Ei bis zum Käfer in nur vier bis acht Wochen, sonst dauert es vier Monate und länger.

Wie kommen Reismehlkäfer ins Haus?

Die Vorratsschädlinge gelangen häufig mit dem Einkauf in den Haushalt. Ob Mehl, Reis, Nudeln, Trockenobst, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Getreideprodukte – es kann passieren, dass die Waren bereits im Laden mit Larven oder Eiern kontaminiert waren.

Welche Schäden richtet der Reismehlkäfer an?

Verklumpt, zum Teil rosa verfärbt, unangenehm muffig riechend und manchmal übel schmeckend: So finden Sie Lebensmittel vor, wenn sie von den Käfern und ihren Larven angefressen und durch Fraßmehl, Kot, Spinnfäden, Puppenhüllen verunreinigt sind. Und wo der Reismehlkäfer ist, ist anderer Ärger nicht weit: Typisch ist, dass sich zusätzlich noch Milben ansiedeln und ein Pilzbefall hinzukommt.

Wie bekämpfe ich Reismehlkäfer?

  • Befallende Lebensmittel müssen vollständig entsorgt werden – am besten in gut verschlossenen Mülltüten gleich in die Tonne vor dem Haus werfen.
  • Räumen Sie den Schrank komplett aus, nehmen Sie alle anderen Waren genau in Augenschein. Wenn es möglich ist, legen Sie benachbart gelagerte Waren, die augenscheinlich nicht befallen sind, zur Sicherheit für einen Tag in die Tiefkühltruhe, um übersehene Insekten in allen Entwicklungsstadien sicher abzutöten.
  • Suchen Sie Schränke und Regale nach Käfern, Larven und Puppen ab und beseitigen Sie diese.
  • Reinigen Sie die Schränke sorgfältig mit heißem Wasser und Seife. Ecken und Ritzen können mit einem Föhn behandelt werden.
  • Falls nötig und möglich, dichten Sie Ritzen ab, um einen erneuten Befall zu vermeiden.
  • "Eine Bekämpfung mit Bioziden ist gerade im Küchen- und Vorratsbereich von Privathaushalten aufgrund der Giftwirkung nicht angezeigt. Bei hartnäckigem Befall sollte deshalb eine professionelle Schädlingsbekämpfung angefordert werden", empfiehlt das Umweltbundesamt. Die IHK-geprüften Fachleute der Blatta GmbH beraten Sie und lösen in der Metropolregion Hamburg verlässlich und professionell Ihre Probleme mit Reismehlkäfern. Kontaktieren Sie uns hierfür telefonisch (Tel.: 040-22858847) oder per E-Mail (schaedlingsbekaempfung@blatta.de).

Sind Reismehlkäfer ein Gesundheitsrisiko?

Die Schädlinge sind vor allem ein hygienisches Problem und sie richten wirtschaftlichen Schaden an, da häufig eine Menge Lebensmittel weggeworfen werden müssen. Die Käfer selbst stellen in der Regel jedoch keine gravierende Gesundheitsgefahr für gesunde Menschen dar. Ein Befall kann jedoch das Risiko für eine gesundheitsschädliche Schimmel- und Bakterienbildung erhöhen. Der Verzehr von befallener Produkte kann eventuell zu Verdauungsbeschwerden führen. Und möglicherweise lösen die von manchen Käferarten ausgeschiedenen Stoffe (Chinone) Allergien aus oder wirken schädigend auf den menschlichen Organismus.

Wie kann ich einen Befall verhindern?

  • Erster Schritt: Achten Sie schon beim Einkauf auf beschädigte Verpackungen, auf Spinnfäden oder Verklumpungen. Das weist auf einen möglichen Schädlingsbefall hin.
  • Verhindern Sie, das Käfer reinfliegen: Feinmaschige Fliegengaze hält die Käfer und andere Schädlinge fern.
  • Kaufen Sie nur so viele Lebensmittel ein, wie Sie in den darauffolgenden Wochen tatsächlich verbrauchen können.
  • Achten Sie auf ordnungsgemäße Lagerung: Mehl, Nudeln & Co. am besten in gut verschließbaren, luftdichten Behältern aufbewahren. Ideal sind Schraubgläser oder Kunststoffbehälter mit sicherem Deckel.
  • Lagern Sie Ihre Lebensmittel kühl und trocken.
  • Führen Sie regelmäßig eine Inventur durch. Es ist sinnvoll, die Fifo-Strategie („first-in, first-out“) anzuwenden: Ältere Produkte zuerst verwenden. Bei der Gelegenheit können Sie die Ware auch auf Anzeichen eines Befalls (Fraßspuren, Geruch) kontrollieren.
  • Lieber einmal mehr die Vorratsschränke reinigen. Die Regale regelmäßig abwischen und von Staub und Nahrungsresten befreien, die die Käfer anziehen könnten.
  • Nicht vergessen: Die Käfer finden auch in Tierfutter, Trockensträußen und Salzteigfiguren einen Lebensraum.